Leseprobe 2: Alltägliches Leben in „Menge-Merlebach“

7 Mrz

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Cuvelette

 

Viele Leute emigrierten 1920 nach Freyming- Merlebach, denn dort wa Arbeit, besonders in den Zechen. Unter ihnen waren Deutsche, sehr viele Polen, Leute aus der ehemaligen Tschechoslovakei ( heute Tschechien), Italiener und viele andere Nationalitäten. Die meisten von ihnen sprachen ihre Muttersprache, Platt-Deutsch und auch Französisch, die offizielle Sprache, die sie unbedingt als administrative Sprache benötigten. Wenn sie aber kein Französisch sprachen hatten sie fast immer ein Familienmitglied, das Französisch konnte und ihnen mit den Papieren half.

Die Arbeit in der Welt der Kohle war sehr harte, körperliche Arbeit, außer wenn man eine administrative Stelle hatte wie mein Opa. Die Arbeiter in den Kohlenminen arbeiteten mindestens 8 Stunden am Tag, in fast totaler Dunkelheit in den Gallerien.

Manchmal war es lebensgefährlich.

Und diese braven Arbeiter, die um ihre Familien zu ernähren so hart arbeiteten, liebten sich. Es gab eine wirkliche Solidarität zwischen den Menschen.

In der Stadt „ Menge Merlebach“ der 70ger lebten die meisten Leute nach diesem Motto:

„Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst eh nicht lebend raus…“

Ich persönlich glaube, daß sie der Wahrheit viel näher waren als diejenigen, die heute so hektisch leben, und keine Zeit mehr zum Entspannen finden. Trotz der harten Bedingungen waren sie nach der Arbeit gelassen, und froh sich mit Frau und Kindern zu unterhalten. 

Copyright© Isabelle Esling

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